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Hans-Günter Marcieniec
Jägerstraße 1
D-36329 Romrod
Telefon: 06636-210
Internet: http://www.marcieniec.de

 

 

Curriculum vitae

Hans-Günter Marcieniec


Geboren 1926 in Schwiebus, Kreis Züllichau-Schwiebus, Ost-Brandenburg, als Sohn des Werkmeisters Karl Otto M. und der Anna Elisabeth geb. Grobis. Keine Geschwister.

Grundschule an der Ev. Knabenvolksschule in Schwiebus von 1933-1937, 1937-1943 Städtische Mittelschule ebenda.

1943-1944 Lehrerbildungsanstalt in Brandenburg (Havel).

1944 Reichsarbeitsdienst in Havelberg. Im selben Jahr Rekrut bei der 1. Schiffsstammabteilung der Deutschen Kriegsmarine in Stralsund-Dänholm. 1944-1945 R.O.A. und Seekadett auf dem Hilfskreuzer "Hansa" in Pillau (Ostpreußen). Geleitschutzeinsätze in der Ostsee.

Im Mai 1945 infolge der Kapitulation Deutschlands: britische Kriegsgefangenschaft in Kopenhagen. Dann britisches Internierungslager bei Heide (Holstein). 1945-1947 Angehöriger des Minensuch- und -räumdienstes deutscher Dienstgruppen (GMSA : German Minesweeping Administration) unter Kommando der Royal Navy, Minenräum-Einsätze in Ost- und Nordsee.

1947 unerlaubte (wegen Kriegsgefangenenstatus) Entfernung von der GMSA in die SBZ zwecks Vereinigung mit den heimatvertriebenen Eltern in Thüringen. 1947-1948 Besuch der Karl-Marx-Oberschule in Greußen (Thüringen) und Abitur. Ablehnung der Bewerbung um Zulassung zum Studium in Jena wegen mangelnder "gesellschaftspolitischer Verdienste". Ausbildung zum "Oberschulhelfer" für die Fächer Deutsch und Englisch in Mühlhausen (Thüringen).

1949-1950 Lehrer im Schuldienst des Landes Thüringen an der sog. Einheitsschule in Weißensee (Thüringen). Mitglied und 2. Vorsitzender der Ortsgruppe der LDP in Weißensee. Spannungen mit Vertretern der SED im sog. Antifa-Block.

1950 erneute Ablehnung der Bewerbung um Zulassung zum Studium in Jena. Intervention über Ruth Fabisch, Staatssekretärin (LDP) im Ministerium für Volksbildung in Ost-Berlin, die für ca. 1 Dutzend abgelehnter LDP-Mitglieder die Revision der Ablehnungen erreicht.

Ordentliches Studium der Germanistik, Geschichte, Philosophie und Kunstgeschichte     -ztw. der Theaterwissenschaften-     an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena von 1950-1952. Hilfsassistent am Historischen Seminar bei Prof. Karl Griewank. 1952 Flucht nach West-Berlin wegen Zwangsexmatrikulation und drohender Folgemaßnahmen aus Gründen sog. "politischer Unzuverlässigkeit". Anerkennung als politischer Flüchtling. Übersiedelung (auf dem Luftwege) in die BRD.

Nach Nichtanerkennung der 4 Semester in Jena (ideologieverdächtige Fächer) Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Werkstudent (div. Tätigkeiten, u.a. bei Fa. Philipp Holzmann, bei den Städtischen Bühnen Ffm., beim Hessischen Rundfunk). 1954 Eheschließung mit der Lehrerin Christa Klara Gilshäuser aus Ebeleben (Thüringen). 1959 Wissenschaftliche Prüfung in Germanistik, Geschichte und Philosophie - mit zwei schriftlichen Arbeiten über Hölderlin (Germanistik) und Hegel (Philosophie).

1959 Aufnahme in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien des Landes Hessen und Ernennung zum Studienreferendar. Pädagogische und didaktische Studien und Ausbildung an einem Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien von 1959-1961 in Frankfurt am Main. 1961 Pädagogische Prüfung für das Lehramt an Gymnasien (2. Staatsexamen) mit einer schriftlichen wissenschaftlichen Arbeit über das Thema "Der Vorkurs im Geschichtsunterricht am Gymnasium". Verleihung des Titels "Assessor des Lehramts".

1961 Einstellung in den Schuldienst des Landes Hessen als Assessor im Lehramt am Gymnasium Albert-Schweitzer-Schule in Alsfeld (Oberhessen). Ernennung zum Studienassessor 1962, zum Studienrat 1963, zum Oberstudienrat 1965. In der Zeit von 1962-1983 u.a. 8 Jahre von den Schülern gewählter Vertrauenslehrer, ca. 20 Jahre Leiter der Schülerbücherei, 10 Jahre Organisator von Theaterfahrten im Rahmen von Jahresabonnements; Ortsvorsitzender des HPhV, Kreisvorsitzender des DLV, Mitglied in Vorständen und Gremien des Bezirksverbands Gießen und des Landesverbands des HPhV; 10 Jahre Vorsitzender des Personalrats am Gymnasium in Alsfeld.

1967-1969 Zusatz-Studium für Historiker -zwecks Erlangung der Fakultas in "Gemeinschaftskunde"- an der Landgraf-Philipps-Universität Marburg bei Prof. Wolfgang Abendroth u.a. Wissenschaftliche Prüfung in Politischer Soziologie.

1974 Ausbilder für Studienreferendare und Leiter des Schulseminars am Gymnasium in Alsfeld. Bestallung zum Fachleiter für Allgemeindidaktik und Pädagogik am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien in Fulda und Ernennung zum Studiendirektor 1975. Von 1975-1989 Ausbilder von Studienreferendaren in theoretischen Seminaren, praktischen Übungen und Beratungen. Ständiges Mitglied im Prüfungsausschuß fürs Zweite (Pädagogische) Staatsexamen am Studienseminar Fulda in Verbindung mit dem Gymnasium in Alsfeld. 1989 Pensionierung.

1989-1995 Leben als Pensionär und Privatier. Lesen. Denken. Schreiben. Pflege von Freund- und Bekanntschaften. Begegnungen und Treffen mit "Ehemaligen" (insbesondere ehemaligen Schülern     -der Geburtsjahrgänge 1936-1970-,     auch Kollegen). Mitglied und förderndes Mitglied div. Vereinigungen (u.a. HPhV, DBB, DRK, DGzRS, BFW, Dt. Stiftung Denkmalschutz, WWF, DVCK). Arbeiten, auch handwerkliche, in Haus und Garten.

1995 Schlaganfall. Lähmungen rechtsseitig. KK Alsfeld, Reha Neurolog. Klinik Bad Salzhausen. Bis 1998 ständige ambulante Physio- und Ergotherapie. Versuche -wenn auch durch immer noch vorhandene Behinderungen eingeschränkt- zu einem Leben wie vor dem Insult zurückzufinden.

 


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