Geboren 1926 in
Schwiebus, Kreis Züllichau-Schwiebus,
Ost-Brandenburg, als Sohn des Werkmeisters Karl
Otto M. und der Anna Elisabeth geb. Grobis. Keine
Geschwister.
Grundschule
an der Ev. Knabenvolksschule in Schwiebus von 1933-1937, 1937-1943 Städtische
Mittelschule ebenda.
1943-1944
Lehrerbildungsanstalt in Brandenburg (Havel).
1944
Reichsarbeitsdienst in Havelberg. Im selben Jahr
Rekrut bei der 1. Schiffsstammabteilung der Deutschen
Kriegsmarine in Stralsund-Dänholm. 1944-1945 R.O.A. und Seekadett
auf dem Hilfskreuzer "Hansa" in Pillau
(Ostpreußen). Geleitschutzeinsätze in der
Ostsee.
Im Mai
1945 infolge der Kapitulation Deutschlands:
britische Kriegsgefangenschaft in Kopenhagen.
Dann britisches Internierungslager bei Heide
(Holstein). 1945-1947 Angehöriger des Minensuch- und -räumdienstes deutscher
Dienstgruppen (GMSA : German Minesweeping
Administration) unter Kommando der Royal Navy,
Minenräum-Einsätze in Ost- und Nordsee.
1947
unerlaubte (wegen Kriegsgefangenenstatus)
Entfernung von der GMSA in die SBZ zwecks
Vereinigung mit den heimatvertriebenen Eltern in
Thüringen. 1947-1948 Besuch der Karl-Marx-Oberschule in Greußen
(Thüringen) und Abitur. Ablehnung der Bewerbung
um Zulassung zum Studium in Jena wegen mangelnder
"gesellschaftspolitischer Verdienste".
Ausbildung zum "Oberschulhelfer" für
die Fächer Deutsch und Englisch in Mühlhausen
(Thüringen).
1949-1950
Lehrer im Schuldienst des Landes Thüringen an
der sog. Einheitsschule in Weißensee
(Thüringen). Mitglied und 2. Vorsitzender der
Ortsgruppe der LDP in Weißensee. Spannungen mit
Vertretern der SED im sog. Antifa-Block.
1950
erneute Ablehnung der Bewerbung um Zulassung zum
Studium in Jena. Intervention über Ruth Fabisch,
Staatssekretärin (LDP) im Ministerium für
Volksbildung in Ost-Berlin, die für ca. 1
Dutzend abgelehnter LDP-Mitglieder die Revision
der Ablehnungen erreicht.
Ordentliches
Studium der Germanistik, Geschichte, Philosophie
und Kunstgeschichte -ztw. der
Theaterwissenschaften- an
der Friedrich-Schiller-Universität in Jena von 1950-1952. Hilfsassistent am
Historischen Seminar bei Prof. Karl Griewank.
1952 Flucht nach West-Berlin wegen
Zwangsexmatrikulation und drohender
Folgemaßnahmen aus Gründen sog.
"politischer Unzuverlässigkeit".
Anerkennung als politischer Flüchtling.
Übersiedelung (auf dem Luftwege) in die BRD.
Nach
Nichtanerkennung der 4 Semester in Jena
(ideologieverdächtige Fächer) Studium der
Germanistik, Geschichte und Philosophie an der
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt
am Main. Werkstudent (div. Tätigkeiten, u.a. bei
Fa. Philipp Holzmann, bei den Städtischen
Bühnen Ffm., beim Hessischen Rundfunk). 1954
Eheschließung mit der Lehrerin Christa Klara
Gilshäuser aus Ebeleben (Thüringen). 1959
Wissenschaftliche Prüfung in Germanistik,
Geschichte und Philosophie - mit zwei
schriftlichen Arbeiten über Hölderlin
(Germanistik) und Hegel (Philosophie).
1959
Aufnahme in den Vorbereitungsdienst für das
Lehramt an Gymnasien des Landes Hessen und
Ernennung zum Studienreferendar. Pädagogische
und didaktische Studien und Ausbildung an einem
Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an
Gymnasien von 1959-1961 in Frankfurt am Main. 1961 Pädagogische
Prüfung für das Lehramt an Gymnasien (2.
Staatsexamen) mit einer schriftlichen
wissenschaftlichen Arbeit über das Thema
"Der Vorkurs im Geschichtsunterricht am
Gymnasium". Verleihung des Titels
"Assessor des Lehramts".
1961
Einstellung in den Schuldienst des Landes Hessen
als Assessor im Lehramt am Gymnasium
Albert-Schweitzer-Schule in Alsfeld (Oberhessen).
Ernennung zum Studienassessor 1962, zum
Studienrat 1963, zum Oberstudienrat 1965. In der
Zeit von 1962-1983 u.a. 8 Jahre von den
Schülern gewählter Vertrauenslehrer, ca. 20
Jahre Leiter der Schülerbücherei, 10 Jahre
Organisator von Theaterfahrten im Rahmen von
Jahresabonnements; Ortsvorsitzender des HPhV,
Kreisvorsitzender des DLV, Mitglied in
Vorständen und Gremien des Bezirksverbands
Gießen und des Landesverbands des HPhV; 10 Jahre
Vorsitzender des Personalrats am Gymnasium in
Alsfeld.
1967-1969
Zusatz-Studium für Historiker -zwecks Erlangung
der Fakultas in "Gemeinschaftskunde"-
an der Landgraf-Philipps-Universität Marburg bei
Prof. Wolfgang Abendroth u.a. Wissenschaftliche
Prüfung in Politischer Soziologie.
1974
Ausbilder für Studienreferendare und Leiter des
Schulseminars am Gymnasium in Alsfeld. Bestallung
zum Fachleiter für Allgemeindidaktik und
Pädagogik am Staatlichen Studienseminar für das
Lehramt an Gymnasien in Fulda und Ernennung zum
Studiendirektor 1975. Von 1975-1989 Ausbilder von
Studienreferendaren in theoretischen Seminaren,
praktischen Übungen und Beratungen. Ständiges
Mitglied im Prüfungsausschuß fürs Zweite
(Pädagogische) Staatsexamen am Studienseminar
Fulda in Verbindung mit dem Gymnasium in Alsfeld.
1989 Pensionierung.
1989-1995
Leben als Pensionär und Privatier. Lesen.
Denken. Schreiben. Pflege von Freund- und
Bekanntschaften. Begegnungen und Treffen mit
"Ehemaligen" (insbesondere ehemaligen
Schülern -der Geburtsjahrgänge 1936-1970-,
auch Kollegen). Mitglied und förderndes Mitglied
div. Vereinigungen (u.a. HPhV, DBB, DRK, DGzRS,
BFW, Dt. Stiftung Denkmalschutz, WWF, DVCK).
Arbeiten, auch handwerkliche, in Haus und Garten.
1995
Schlaganfall. Lähmungen rechtsseitig. KK
Alsfeld, Reha Neurolog. Klinik Bad Salzhausen.
Bis 1998 ständige ambulante Physio- und
Ergotherapie. Versuche -wenn auch durch immer
noch vorhandene Behinderungen eingeschränkt- zu
einem Leben wie vor dem Insult zurückzufinden.
[Seitenanfang] [Homepage]
|