Durch Straßen
ging ich langsam.
Mein Stock klappte daneben.
Weit hinten,
am Horizont,
hüpfte der irre Ball
der Großstadtkreische,
gedämpft,
wie ein sich ballender
milchiger Flaschengeist
in grünem Glas.Zwei Straßen
kreuzten
eine Häuserecke
ich lehnte mich
auf meinen Stock :
meine Augen gingen
unbegrenzt :
Wirr geworfene
Steine,
Schutt,
eckichte Haufen,
grelle Mörtelschreie,
vertrübende dunkle Schächte,
nackte einsame Kamine,
Steine, Steine,
rötlich glimmende Steine,
übergossen
vom Abendhimmel,
der in die Unendlichkeit
aufschlüftete,
kristallen grün
ein Baum
verhüllte sich zum Schlaf
in sattes Blau,
satt und voll
ein herrlicher Baum
und Gräser auf
dem Schutt,
fein, filigran,
wie singend,
hauchzart und schön.
Und dieser Schmelz
des Abends :
flimmernd,
für Augen nicht
zu fassen
und doch
in Pünktchen flimmernd,
an die Sinne klopfend,
flatternd, wie Getier ans Licht,
und springend wie
unzählge winzige Jo-Jos,
sinnenberauschend
Ich wuchs,
ich wuchs,
größer,
höher,
hinaus,
ich schlug den Stock
unter den Arm,
mein Haupt stieg auf,
leis wehtes mir
durchs Haar
wie leicht mein Schritt !
O Du, wie werde
ich
mich über Deine Augen neigen
Du !
Wie bin ich voller Abend,
voller herrlichen Schwungs
und Getragenseins
über Schutt und Trümmer !
Hinfort den Stock !
Im Angesichte
dieser schönen Welt :
wie hoch ist mir die Brust,
der Mut :
Nimm meine Kraft,
Du lieber, lieber Mensch
komm mit !
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