Siehe die
silberne Nacht !
Wie Fahllicht von den Firsten rinnt,
wies über Blätter rieselt
und über Erde sich ergießt.Der Himmel
zerrinnender Samt.
Er zerrinnt vorm nahenden Schritt
ewig in Tiefe
und bleibt ewig weich.
Das sind
Märchennächte.
Aufgelöst schwebt schwerelos das Sein.
Auch Du berührst den Boden nicht.
Der laute Tag
rinnt ruhig nun
im stillen Strom der Märchennacht.
Kein rauher Ton reißt Dir im Ohr.
Alles ist Ruhe, Harmonie.
Du lehnst am
Fenster, atmend,
schaust hinaus :
Du hörst den Strom der Stille gehn,
Du bist in ihm gelöst,
wirst mit hinfortgetragen,
hinfort,
dem Tag entronnen, ach
und voller Jubels ist die Brust.
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