Und willst Du um
das Wesen
aller Dinge wissen :
Wache zur Nacht !Süßer,
schwerer, betäubender Ruch
steht mir im Wege.
An den stoße ich,
daß mir der Atem stockt,
daß ich mich erst besinne, denn noch
hängt etwas von des Tages Nüchternheit
und Schalheit mir im Sinn,
das schreckt nun jäh empor.
Erst wie es langsam flieht,
da fühle ich ein offnes Hingegebensein,
ein weites Sichverströmen :
Es strömt der
Flieder seine eigne Symphonie,
gemischt aus vollen Tönen
weißen und roten und violetten Dufts
Und dann, wenn
mich
mein duftgelöster Schritt
ins Zimmer trägt,
ist alles süß,
und weiße Blüten dehnen sich
aus Schemenschwarz der Nacht
bis an die Türe
schwellend mir entgegen :
Maiglocken im
dämmernden Mond
fliehende weiche Wolkenschatten
hingetupfte Mondblüten
urgründiges Strömen
Lenz
Und Deine Augen
auch,
ich kenne sie nicht mehr :
tiefgründig, weit, so offen,
so wie ich mich darüberneige,
so sink ich, sinke, sinke
Wer bist Du,
seit der Tag verging ?
Dazu verströmt das Lied der Nachtigall
hinauf bis in den Mond.
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