Heut
wandert' ich zur Nacht am Strom.
Die Wolken schürften tief am Boden,
auf ihnen ritt der Sturm einher mit
hohlem Ton
und wo er die schwärzlichen Wasser
aufwehte,
gab's in dem kargen Licht des Mondes,
der im schmalen hellen Milchstreif,
wie eingetaucht in Wasser, hinschwamm,
ein kurzes flimmerndes Gekräusel.
Der wetterharten
Bäume alte Rücken aber
ächzten und stöhnten unter der Wucht,
die sie zu Boden zwang.
Zerzaust war'n ihre Wipfel und sie
flogen,
so wie mein Haar im Sturme wehte.
Und ab und an, in
steter Wiederkehr,
zuckte ein Feuer auf - und bohrte
den weißen Finger grell gespenstig in
die Nacht
und warf der Sträucher Gitteräste
unheimlich
in Reflexen auf des Deiches Hang,
und dann - war's wieder Nacht,
und nur die Pforte eines Zauns gab
dumpfen Schlag
und kreischte schauerlich in losen
Angeln,
während mein Schritt, vom Sturme oft
zerweht,
hohl auf dem Wege klang.
Mir wölbte sich
die Brust in hohen Zügen,
ich bot mein Haupt dem Sturm in wilder
Freude dar,
ein Taumel packte mich, zu leben,
zu kämpfen und zu widerstehn und -
doch zu unterliegen.
Ich bot mein
Haupt dem Sturm,
der an mir zerrte,
und kostete die lauen Tropfen,
die mir in Schauern ins Gesicht
geschlagen :
Nicht furchtbar
sind die Elemente mir,
ich ehre sie und biet mich ihnen
hin,
denn in ihnen - sind meine Götter.
|